Text: NAJU Bayern, Taylor Bräu
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Mobbing ist kein "harmloser Spaß", der halt mal passiert. Es ist ein System, das davon lebt, dass alle anderen wegschauen oder mitlachen, um selbst sicher zu sein. Awareness bedeutet eigentlich nur: Wir schauen hin. Wir checken, wenn Grenzen überschritten werden, und sorgen dafür, dass sich bei uns alle sicher fühlen können.
Wenn du merkst, dass jemand immer wieder klein gemacht, ausgelacht oder ausgeschlossen wird, hast du mehr Macht, als du denkst. Du musst keine Superheldin sein und keine riesige Ansage machen. Oft reicht ein kleiner Perspektivwechsel:
Stell dir vor, du bist die Person, die gerade angegriffen wird. Du willst in dem Moment wahrscheinlich keine heldenhafte Rede hören – du willst einfach nur, dass es aufhört und jemand an deiner Seite steht.

Oft denken wir, wir müssten eine riesige Szene machen, um Mobbing zu stoppen. Aber die Wahrheit ist: Awareness passiert meistens in den leisen Momenten. Du musst die Situation nicht im Alleingang klären, sondern nur das System unterbrechen, das gerade schiefläuft.
Dabei geht es nicht darum, den „Polizisten“ zu spielen, sondern darum, den Raum für die betroffene Person wieder sicher zu machen. Awareness heißt auch, zu erkennen, wann eine Gruppendynamik kippt und aus einem Witz plötzlich Ernst wird.
Die meisten Leute bei Mobbing sind weder Täter noch Opfer. Sie sind dazwischen. Sie lachen kurz mit, weil es peinlich ist, oder sie schauen weg, weil sie Angst haben, sonst selbst zur Zielscheibe zu werden. Wenn du dazugehörst: Das ist menschlich, aber du hast mehr Macht, als du denkst. Ein Täter braucht Zuschauer. Wenn das Publikum nicht mehr lacht, bricht das System zusammen.
Die Angst, „verbannt“ zu werden: Viele trauen sich nicht, den Mund aufzumachen, weil sie Angst haben, aus der Clique zu fliegen. Aber meistens denken die anderen in der Gruppe genau wie du – sie warten nur darauf, dass jemand den ersten Schritt macht. Wenn du sagst: „Leute, das ist gerade echt drüber“, bist du oft nicht der Außenseiter, sondern derjenige, der ausspricht, was alle insgeheim fühlen.
Fragt man Menschen, die früher Mobbing erlebt haben, sagen sie oft dasselbe: Am schlimmsten war nicht nur der Spruch der Täter, sondern das Schweigen der anderen. Viele hätten sich keine krasse Schlägerei gewünscht, sondern einfach nur eine Person, die nach der Situation zu ihnen kommt und sagt: „Hey, ich hab das gesehen. Das war echt scheiße von denen. Geht’s dir okay?“
Dieser eine Satz entmachtet das Mobbing, weil er zeigt: Die Wahrnehmung der betroffenen Person ist richtig. Sie ist nicht verrückt, und sie ist nicht allein.
🆘 Brauchst du Hilfe?
Manchmal sind die Sorgen und die Angst zu groß. Dann ist es schwer, alleine wieder froh zu werden. Wenn es dir schlecht geht: Hol dir Hilfe. Du musst nicht alleine bleiben. Es gibt Menschen, die dir zuhören.
Nummer gegen Kummer: Ruf die 116 111 an. Das kostet kein Geld. Du musst deinen Namen nicht sagen. (Mo–Sa von 14 bis 20 Uhr).
Telefon-Seelsorge: Ruf die 0800 111 0 111 an. Dort ist immer jemand da. Tag und Nacht.
Im Internet: Auf u25-deutschland.de kannst du eine Nachricht schreiben. Junge Menschen antworten dir und helfen dir.
Es ist mutig, um Hilfe zu fragen. Du bist nicht allein.🫶
***Texte teilweise KI-gestützt geschrieben***
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