Text: Taylor Bräu
Lesezeit: 3 Minuten
Es gibt Tage, da ist es verdammt schwer, die Nachrichten nicht sofort wieder wegzuklicken. Überall brennt es, Kriege und die Gier von Leuten, die sowieso schon alles haben, scheinen die Welt zu zerreißen. Man sieht dabei zu, wie die Natur kaputtgemacht wird, nur weil Macht und Geld für manche wichtiger sind als unsere Zukunft. Dieser Weltschmerz fühlt sich oft so schwer an, dass man sich am liebsten nur noch verkriechen möchte. Man fühlt sich klein, hilflos und einfach nur wütend auf das System.
Gestern war so ein Moment, wo mir alles zu viel wurde. Ich bin dann einfach raus, ohne Ziel. Ich habe mir einen sonnigen Platz gesucht, mich hingesetzt und versucht, einfach mal gar nichts zu „müssen“. Mein Körper durfte einfach nur da sitzen und wahrnehmen. Was kann ich hören? Was bewegt sich da im Gebüsch?
Mittlerweile kenne ich zwar viele heimische Arten an ihrem Gesang, aber neulich tauchte ein Vogel auf, den ich noch nie gehört hatte. Ich hab dann die Merlin-App gezückt – ein Klick, Aufnahme läuft und boom: Schon weiß ich, wer da singt, wie er aussieht und was er so treibt. Es hat zwar echt gedauert, bis ich mir angewöhnt habe, in solchen Momenten nicht direkt zu Insta oder TikTok zu greifen, aber mittlerweile ist Tag 8 ohne Social Media. Ich glaube, schon das allein rettet gerade meinen Verstand. Statt Doomscrolling gibt’s jetzt Artenkenntnis. Wenn du auch mal dein Handy für was Sinnvolles nutzen willst: Es gibt eine richtig gute Liste mit App-Empfehlungen von der NAJU, die mir am Anfang total geholfen hat.👀
Jedes Mal, wenn ich draußen bin, halte ich mittlerweile fast schon automatisch Ausschau nach meinen eigenen kleinen Ankern. Manchmal ist es ein besonders schöner, glatter Stein vom Wegrand, eine gemusterte Feder oder sogar nur eine leere Schneckenmuschel. Ich stecke mir diese Fundstücke dann einfach in die Hosentasche und nehme sie mit nach Hause. Das klingt vielleicht ein bisschen kindisch, aber es hilft mir echt krass: Wenn ich später wieder am Schreibtisch sitze und mich die News oder der Stress im Kopf doch wieder einholen, muss ich nur kurz in meine Tasche greifen. Diesen Stein zu fühlen, macht mich sofort wieder ruhiger. Es ist wie ein kleiner Beweis, den ich mit reingenommen habe – eine Erinnerung daran, dass da draußen noch etwas Echtes existiert, das atmet und lebt, ganz egal, was wir Menschen gerade wieder für ein Chaos veranstalten.
Also gib der Sache 'ne Chance. Geh raus, auch wenn du müde bist, auch wenn es kalt ist oder regnet, auch wenn dir im Augenblick nicht danach ist.
Dieses bewusste Hingucken heilt zwar nicht die Weltlage, aber es gibt mir die Erdung zurück. Es ist ein kleiner, privater Widerstand gegen die Verzweiflung. Man merkt wieder: Das Leben da draußen ist verdammt noch mal wert, dass wir nicht den Mut verlieren und weiter für eine bessere Welt einstehen. ❤️
🆘 Brauchst du Hilfe?
Manchmal sind die Sorgen und die Angst zu groß. Dann ist es schwer, alleine wieder froh zu werden. Wenn es dir schlecht geht: Hol dir Hilfe. Du musst nicht alleine bleiben. Es gibt Menschen, die dir zuhören.
Nummer gegen Kummer: Ruf die 116 111 an. Das kostet kein Geld. Du musst deinen Namen nicht sagen. (Mo–Sa von 14 bis 20 Uhr).
Telefon-Seelsorge: Ruf die 0800 111 0 111 an. Dort ist immer jemand da. Tag und Nacht.
Im Internet: Auf u25-deutschland.de kannst du eine Nachricht schreiben. Junge Menschen antworten dir und helfen dir.
Es ist mutig, um Hilfe zu fragen. Du bist nicht allein.🫶
***Texte teilweise KI-gestützt erstellt***
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